Berlin, im Januar 2017 

Die effiziente Nutzung von digitalen BIM-Modellen und bundeseinheitlichen offen Datenstandards bei bauordnungsrechtlichen Verwaltungsverfahren soll Genehmigungsverfahren wie z.B. den Bauantrag erleichtern. Zukünftig sollen bei Genehmigungsverfahren Informationen digital und verlustfrei zwischen den am Bauprojekt beteiligten Akteuren, wie z.B. dem Planer, der Genehmigungsstelle und dem Antragssteller modellbasiert ausgetauscht werden können. Dies erfordert die durchgängige Nutzung von digitalen BIM-Modellen zum Einen auf Antragstellerseite und zum Anderen auf behördlicher Seite. Damit verbunden ist auch die Möglichkeit der Teilautomatisierung bauordnungsrechtlicher Prüfungen sowie eine verbesserte Kommunikation und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen.

Für diesen Schritt der Digitalisierung ist es zunächst notwendig, die Anforderungen und Vorgaben aus den Genehmigungsverfahren an die BIM-Modelle und zugehörige Prüfprozesse digital in integrierten Werkzeugen abzubilden. Die vom IT-Planungsrats Ende 2017 für IT-Verfahren verbindlich eingeführten Austauschstandards XPlanung und XBau, die eine Einbindung von BIM-Modellen im IFC-Format ermöglichen, sind hierbei zu berücksichtigen.

Im Rahmen des von der Forschungsinitiative ZukunftBAU des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geförderten Forschungsprojekts „BIM-Basierter Bauantrag“ geht die planen-bauen 4.0 GmbH als
Projektleiter dieses ehrgeizige Ziel gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Informatik im Bauwesen der Ruhr-Universität-Bochum und den Koordinierungsstellen GDI des Hamburger Landesbetriebs Geoinformation und Vermessung als Projektpartner an. Fachliche Unterstützung erhalten sie dabei von sechs Verbänden bzw. Kammern.

Das Projekt ist mit Jahresbeginn 2018 gestartet und läuft zwei Jahre. Im Rahmen des Projekts sollen eine Prozessbeschreibung des BIM-basierten Bauantrags erstellt, die Modellanforderungen für die Verwendung von
BIM spezifiziert sowie eine Mehrwertanalyse des Verfahrens durchgeführt werden. Diese Ergebnisse werden in Form eines Leitfadens zusammengefasst. Zudem soll die Einreichung und formale Prüfung des digitalen Bauantrags prototypisch in einem IT-Tool implementiert werden. Die Projektergebnisse sollen die Grundlage für die Schaffung eines bundesweit einheitlichen BIM-basierten Bauantragsverfahrens sein.

Düsseldorf, 29. Januar 2017 

In diesem Zusammenhang hatte die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) am 29. Januar 2018 Vertreter der Bauwirtschaft ins Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW in Düsseldorf zu einem ersten Gespräch geladen. Das Projektteam um planen – bauen 4.0 war auch eingeladen und hat das beschriebene Projekt vorgestellt. NRW strebt entsprechend dem Koalitionsvertrag der aktuellen Landesregierung die landesweite Implementierung eines einheitlichen Systems zur Einreichung von Bauanträgen in digitaler Form an. Eine aktive Unterstützung des Forschungsprojekts „BIM-basierter Bauantrag“ wurde dem Projektteam zugesagt.

Damit will NRW die Chancen der Digitalisierung in der Baubranche nutzen und bei der Einführung von BIM eine Vorreiterrolle einnehmen. Diese Ziele hat die aktuelle Landesregierung als bundesweit erste in ihrem  Koalitionsvertrag verankert. Als eine erste Maßnahme ist die aktive Unterstützung des BIM-Cluster NRW hinsichtlich regionaler und überregionaler Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und Weiterentwicklung geplant. planen-bauen 4.0 erwartet hieraus Impulse für die weiteren BIM-Cluster innerhalb Deutschlands und die für diese geschaffene Innovationsplattform.

 

 

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