Laufende Projekte

Construct-X
Construct-X ist ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsprojekt von rund 40 Partnern aus dem Handwerk, der Bauindustrie, der Softwarebranche sowie Forschungs- und Entwicklungsinstituten und Verbänden. Gemeinsam sollen neue digitale und vernetzte Lösungen für das Bauwesen und das Handwerk entwickelt werden, um die vertrauensvolle und sichere Zusammenarbeit beim Planen und Bauen zu ermöglichen. Construct-X schafft Lösungen für alle Bereiche des Bauwesens und des Handwerks.
Weitere Informationen: construct-x.org

3D-Baugrundmodellierung
Das Institut für Bauingenieurwesen – Fachgebiet Grundbau und Bodenmechanik – der Technischen Universität Berlin, hat mit ihren drei Unterauftragnehmern, der GuD Geotechnik und Dynamik Consult GmbH, der planen-bauen 4.0 GmbH sowie der Dipl. Geol. Sara Schade den Zuschlag am 19.08.2024 für das Forschungsprojekt FE 05.0212/2022/BGB „Entwicklung von Methoden zur Bestimmung von Unsicherheiten bei der 3D-Baugrundmodellierung“ erhalten.
Im Rahmen des Projektes entwickelt das Projektteam in den kommenden zwei Jahren methodische Ansätze zur Bestimmung und Quantifizierung von Unsicherheiten bei der 3D-Baugrundmodellierung für Infrastrukturmaßnahmen des Straßenbaus. Auf Basis der Projektergebnisse sollen Vorschläge für das straßenbautechnische Regelwerk zur Erkundung des Baugrunds im Hinblick auf die Bewertung von Unsicherheiten im Baugrund und zur Verbesserung der Planungsgrundlagen für BIM entwickelt werden.

BIM Breitband
Im Projekt BIMBreitband werden Konzepte zur digitalen Unterstützung von Zustimmungsverfahren sowie vor- und nachgelagerter Genehmigungs- und Abstimmungsprozesse im Rahmen des Breitbandausbaus unter Verwendung von Building Information Modeling (BIM) erarbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einbindung aller Beteiligten sowie der Integration von digitalen dreidimensionalen Bestands- und Planungsmodellen, um eine nachvollziehbare Kommunikation und Entscheidungsfindung zu ermöglichen.
Das Projekt BIMBreitband wird im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.
Projektwebsite: bimbreitband.de

Die IT-Plattform für die Digitalisierung des Bauwesens
BIMSWARM bietet eine neutrale, marktübergreifende Plattform zur digitalen Transformation in der Baubranche. Damit wird die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und effiziente BIM-Prozesse für die gesamte Wertschöpfungskette Planen-Bauen-Betreiben geschaffen. Insbesondere hilft BIMSWARM den Marktteilnehmern sich in der Vielfalt der Angebote, Datenformate und BIM-Anwendungsfälle strukturiert zu orientieren und optimale Entscheidungen zu treffen.
Die thematischen Schwerpunkte von BIMSWARM sind:
- BIMSWARM-Marktplatz
- BIMSWARM-Zertifizierung
- Kompatibilität von Bau-IT-Produkten
- Marktintelligenz und Nutzerbewertungen
- Neutralität des Plattformbetreibers
zu BIMSWARM: bimswarm.online
Webseite: www.bimswarm.de

ZiBa: GAIA-X für die zirkuläre Bauwirtschaft
Im Projekt ZiBa soll auf Basis von GAIA-X ein offenes Ökosystem entwickelt werden, um die Rücknahme von Bauprodukten im Sinne der zirkulären Wertschöpfung zu ermöglichen. Über offene Plattformen sollen aufbereitete qualitätsgesicherte Bauprodukte oder Baustoffe zur Verfügung gestellt werden. Hierzu sollen Datenquellen bei Betreibern, Herstellern und Marktplätzen vernetzt sowie digitale Dienste zur Bewertung der Zirkularität eines Bauprodukts und dessen Demontage, Rücknahme und Vermarktung entwickelt werden. Durch die Nutzung von GAIA-X soll ein freier Marktzugang für die kleinteilige Bauwirtschaft mit einer großen Anzahl von KMU umgesetzt werden.
Vorläufiges Konsortium:
adesso SE, BECHMANN GmbH, BKI GmbH, Fachhochschule Münster, Heinze GmbH, Lindner Group KG, planen bauen 4.0 GmbH, Plan.One GmbH, Ruhr-Universität Bochum Konsortialführung: eTASK Immobilien Software GmbH
Weitere Informationen: BMWI: GAIA-X-Förderwettbewerb
Abgeschlossene Projekte

EConoM
Edge-Computing, KI und 5G-Campusnetze in nomadischer Anwendung für das Management von Baustellen
Das Forschungsprojekt EConoM – gefördert durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr – hat im Januar 2023 gestartet und läuft über zwei Jahre. Im Rahmen von EConoM werden 5G, KI und Edge-Computing auf Basis der Anforderungen der Baubranche weiterentwickelt, mit der Zielsetzung, die Optimierung und Automatisierung der Baustelle voranzubringen respektive zu ermöglichen.

BIMKIT
Das im BIMKIT adressierte Gebiet der Bestandsaufnahme bildet einen wichtigen Bereich, der besonders datenintensiv und somit prädestiniert für den Einsatz von Cloud-Technologien ist. Das Projekt leistet dementsprechend auch einen Beitrag zum Aufbau einer leistungs- und wettbewerbsfähigen, sicheren und vertrauenswürdigen Dateninfrastruktur auf Basis der GAIA-X-Referenzarchitektur für die Bauindustrie.
Insbesondere sollen in dem Teilprojekt von BIMKIT Anforderungsanalysen, welche die Anforderungen der Daten, Use Cases sowie generierten Bestandsmodelle definiert werden und mit KI-Methoden erzeugte Bestandmodelle, sollen hinsichtlich ihrer Vollständigkeit und Integrität überprüft werden.
Im Projektverbund BIMKIT übernimmt planen-bauen 4.0, Anforderungsdefinition, Evaluierung, Integration, Standardisierung und Transfer von Projektergebnissen, adressiert die KMU-geprägte Bauwirtschaft in Verbindung mit Building Information Modeling (BIM).
BIMSWARM: Software reference architecture for OpenBIM Services
Bei jedem Bauprojekt müssen regelmäßig verschiedene Firmen und Partner mit sehr unterschiedlichen Digitalisierungsquoten für einen begrenzten Zeitraum zusammenarbeiten. Daher sind bei der Bauplanung und Bauausführung Medienbrüche, manuelle Nacharbeiten, inkonsistente Planungsdaten und veraltete Planungsstände oftmals kaum zu vermeiden. Für die Digitalisierung im Bauwesen ist deshalb eine modulare Plug &Play-Fähigkeit von Softwareanwendungen, Services und inhaltlichen Daten auf Basis offener Standards erforderlich.
Die BIMSWARM-Plattform setzt genau hier an und wird durch zertifizierte Fach-Anwendungen, Dienste und Datenbanken eine flexible Zusammenarbeit der am Baugeschehen Beteiligten gewährleisten. Davon profitieren insbesondere kleine und mittlere Unternehmen der Branche, da die sonst aufwändige Recherche zu Produkten und die Zusammenstellung kompatibler IT-Lösung erleichtert wird.
DigitalTWIN
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie schafft das Konsortium Digital Tools and Workflow Integration for Building Lifecycle (DigitalTWIN) wichtige Voraussetzungen für die Digitalisierung und Vernetzung im gesamten Lebenszyklus des Gebäudes. Dies wird erreicht in dem den Projektpartnern eine durchgängige digitale Plattform zur Verfügung gestellt wird, die ihnen erlaubt Objekt- und Prozessdaten (BIM/Projektmanagement) zu synchronisieren und auszutauschen. Dabei baut die Plattform auf bewährten, bestehenden, möglichst offenen herstellerneutralen Formaten auf.
Des Weiteren werden Methoden und Werkzeuge zur technischen Unterstützung bei Fertigung und Montage auf der papierlosen Baustelle entwickelt. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf VR- und/oder AR-Anwendungen: brillen-basierte AR-Systeme werden eingesetzt, die es dem Nutzer erlauben, zusätzliche Informationen (wie z.B. Planungsmodelle, Fertigungsanweisungen) in Überlagerung mit der realen Welt einzublenden.

BIM-SPEED
Um die Energieeffizienzziele der EU zu erreichen, müssen in der Baubranche wirksame Initiativen ergriffen werden, insbesondere im Bereich der Digitalisierung. Das Projekt BIM-SPEED setzt genau dort an. Das Projekt zielt auf die Entwicklung einer integrierten Softwarelösung ab, die eine Marktakzeptanz der BIM-Technologie im Bereich der Renovierung bestehender Wohngebäude ermöglicht und durch dessen Anwendung die Energieeffizienz von Wohngebäuden verbessert.
Die Implementierung von BIM soll energieeffiziente Renovierungs- und Sanierungsprozesse im Geschosswohnungsbau in der gesamten EU in kürzerer Zeit mit geringeren Kosten, höherer Qualität und höherer Leistung ermöglichen. Während bei Neubauprojekten eine schnelle Einführung von BIM-Technologie zu verzeichnen ist, hinkt der Einsatz bei Renovierungsprojekten (Altbauten) aufgrund unterschiedlicher Ursachen weit hinterher. Deswegen konzentriert sich BIM-SPEED ebenfalls auf die Beseitigung technischer und organisatorischer Hindernisse für die Integration von BIM-Technologie in den Renovierungsprozessen von bereits bestehenden Bauobjekten.
Projektwebsite: www.bim-speed.eubim-speed
BIMcontracts
Mit den im BIMcontracts-Projekt angestrebten Lösungen sollen Zahlungsprozesse mit Hilfe einer durchgängigen IT-Infrastruktur und integrierten mobilen Anwendungen unterstützt werden. Konkret ist vorgesehen, dass sich die Akteure eines Bauprojektes (wie z.B. Ingenieure, Baufirmen, Handwerker, Gutachter, Rechtsanwälte) registrieren und eine Kennung zur Bearbeitung und Quittierung all ihrer Aufgaben benutzen. Die Leistungserbringung wird direkt auf der Baustelle über mobile Geräte bestätigt und es wird sofort eine Benachrichtigung für die Bauabnahme generiert. Daraufhin können die Leistungen von dem entsprechenden Prüfer bewertet und der Auftrag als erledigt oder mit Mängeln gekennzeichnet werden.
Die Tätigkeiten aller registrierten Akteure werden somit Teil der Blockchain-Transaktionskette, um die Gültigkeit und Nachvollziehbarkeit sicherzustellen. So ist der Projektfortschritt kontinuierlich und transparent für alle Beteiligten ersichtlich und es können fällige Rechnungen im Prozess bei Freigabe automatisch zur Zahlung angewiesen werden. Die Ergebnisse aus dem Verbundvorhaben sollen ab 2022 als Basisversion in Form einer öffentlichen „Bundes-BIMcontracts“-Lösung dem Markt frei zugänglich gemacht werden.
Projektwebsite: bimcontracts.com
Begleitforschung zu den BIM-Pilotprojekten des BMUB
Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) wird die BIM-Methode in Form von weiteren BIM-Pilot-Projekten bei mehreren Baumaßnahmen von dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) angewendet. Zu diesen Bauprojekten gehören sowohl die „Deutsche Botschaft Wien, Neubau von Kanzleien und Residenz“ als auch das „Bundesamt für Strahlenschutz, Neubau Ersatzgebäude K 12“.
Diese Vorhaben sowie die beteiligten Akteure der beiden Baumaßnahmen werden in der Anwendung der BIM-Methode von dem planen-bauen 4.0 Team und deren Projektpartnern wissenschaftlich begleitet, beraten und unterstützt. Dafür werden die vom BBR erstellten BIM-relevanten Projekt- und Vertragsgrundlagen (wie z.B. AIA, BAP) analysiert, um diese anschließend bewerten und darauf basierend Erweiterungspotentiale aufzeigen zu können. Der Fortschritt der BIM-Leistung wird regelmäßig dokumentiert und die Ergebnisse abschließend bewertet, wodurch eine Handlungsempfehlung für das BBR gegeben werden kann.





