Interview zu BIM Deutschland und dem BIM-Portal in der Zeitschrift Build-Ing.

Mai 13, 2020 | Allgemein, BIM - allgemein, Digitalisierung, NEWS, planen-bauen 4.0, Presse

Wo steht Deutschland beim Thema BIM – und wofür braucht es BIM Deutschland?

Der Stufenplan Digitales Planen und Bauen war bei seiner Verkündung 2015 mit großen Erwartungen verknüpft. Hat er die Erwartungen erfüllt?

Der Stufenplan war der erste Aufschlag zur Digitalisierung der Bauwirtschaft. Der Zeithorizont bis Ende 2020 bedeutete: Ab diesem Zeitpunkt sollen digitale Methoden wie z. B. BIM in der Breite genutzt werden – bereiten Sie sich darauf vor. Bis dahin sammeln wir Erfahrungen mit Pilotprojekten, wir schaffen erste Handreichungen und klären Rechtsfragen zu Themen wie HOAI und Vergaberecht.

Das wurde in den vergangenen vier Jahren angeschoben. Die Pilotprojekte haben gezeigt, dass die neuen digitalen Methoden bereits praxistauglich sind und dass sie einen Mehrwert bringen. Vielleicht nicht immer gleich im ersten Projekt, weil die Einführung der digitalen Methoden in Teilen eine Umstellung der gewohnten Abläufe bedeutet. Aber diejenigen, die in den Teams der Pilotprojekte arbeiteten, sahen nicht nur langfristig einen Mehrwert.

Beispielsweise stand die Nutzung von BIM bei der Deutschen Bahn zunächst unter Finanzierungsvorbehalt, bis der Mehrwehrt nachgewiesen wurde. An den 13 vom Bund geförderten Pilotprojekten der Bahn wurde das genauer untersucht. Der nachgewiesene Mehrwert führte schließlich zur Aufhebung des Finanzierungsvorbehalts. Die Bahn kann jetzt digitale Methoden im Regelbetrieb anwenden und nicht nur punktuell bei ausgewählten Projekten. Wenn Sie sehen, wie viele Projekte die Bahn jetzt mit BIM plant und baut, ist das ein Erfolg des Stufenplans.

Kann man BIM Deutschland als Fortsetzung des Stufenplans betrachten?

Der Stufenplan von 2015 war eine Initiative zur Umsetzung der Empfehlungen der Reformkommission Großprojekte. Die Reformkommission hatte einen Zehn-Punkte-Plan erarbeitet. Ein Punkt davon war der intensivierte Einsatz digitaler Methoden, was durch BIM Deutschland weiter unterstützt werden soll.

Die Umsetzung des Stufenplans erfolgte zunächst verstärkt im Infrastrukturbau. Jetzt wird auch der Hochbau stärker eingebunden. Das begann mit dem Erlass von 2017, der für Hochbauprojekte des Bundes eine Prüfung vorsieht, ob eine Eignung für die Anwendung digitaler Methoden und BIM besteht.

Insofern ist BIM Deutschland die Weiterführung des Stufenplans. Wir liefern den beiden Bundesministerien fachliche Beratung, wir verstehen uns auch als Sprachrohr und reflektieren, ob das, was an Zielen erarbeitet wurde, auch in der Praxis realisierbar ist.

Das vollständige Interview ist in der aktuellen Ausgabe der Build-Ing. erschienen, Sie können es hier nachlesen.

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